Sonntag hieß es für uns früh Aufstehen, da wir vom vorigen Jahr wussten, dass sich eine solche Veranstaltung hinzieht und der Aufbau auch einige Zeit in Anspruch nimmt.
Helge, Jens und Karsten übernahmen netterweise das Markieren und Vermessen der Wurfsektoren, während ich mich ums leibliche Wohl und den Rest kümmerte.
Um 9:30 Uhr standen dann die Werfer und Wurfinteressierten bei mir vorm Laden und wir konnten uns gemeinsam auf den Weg zum nahen Veranstaltungsort (ein Feld nahe Berlin) machen.

Hartmut Schubert
Wir waren elf Mann, die sich beim Wettwerfen messen und eine Handvoll Angler, die sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten, Brandungsruten Probe zu werfen oder an Ihrer Wurftechnik zu feilen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal besonders bei den Anglern aus Mecklenburg Vorpommern und Sachsen bedanken, die diese weite Anreise auf sich genommen haben.
Das Wurfgerät für das Turnier bestand aus handelsüblichen Brandungsruten und –rollen, wobei die Schnur Monofil sein musste (mindestens 0,28er Haupt- und 0,57mm Schlagschnur).

Geworfen wurde je drei Mal mit Bleien von 125, 150 und 175 Gramm, wobei jeweils der weiteste Wurf gewertet wurde. Diese drei besten Weiten wurden addiert und so der Gesamtsieger festgestellt.
Leider nahm der Wind von vorn im Laufe des Tages zu, so dass die ganz großen Weiten ausblieben.
Ums Kurz zu machen: Die Eggesiner zeigten uns auch ohne Lutz, wo der Hammer hängt.
Gesamtsieger wurde Hartmut Schubert mit 144, 148 und 147 Metern (125g, 150g, 175g), knapp gefolgt von Uwe Schiebel mit 139, 144 und 149 Metern. Dritter wurde Karsten Berndt aus Belzig in Brandenburg (126, 140 und 137m) und bester Berliner mit nur einem Meter weniger wurde Jens Kupke. Die drei ersten konnten jeweils einen Gutschein für Angelgerät mit nach Hause nehmen. Uwe Schiebel kann sich für den weitesten Wurf des Tages (149m) über den Wanderpokal freuen, der leider noch nachgereicht werden muss.

Jan Herrmann (li.), Karsten Berndt (re.)
Beim Präzisionswurf auf ein Ziel in 80 Metern Entfernung lag das Blei des Eggesiners Martin Klabunde nur zwei Meter neben dem Ziel. Er erhielt traditionell einen Zebco-Angeleimer. Thomas Wolf zeigte die zweitbeste Präzision und verfehlte das Ziel ebenfalls nur um knapp drei Meter.
Nachdem wir wieder sechs bis sieben Stunden bei praller Sonne auf dem Feld hin und her gerannt sind, waren alle Teilnehmer platt und es gab auch wieder den einen oder anderen Sonnenbrand. Trotzdem freue ich mich schon wieder auf das nächste Jahr und wünsche natürlich auch den Teilnehmern in Eggesin am nächsten Wochenende alles Gute und schöne Weiten.

Unsere Angelfreunde aus Eggesin
Als große Erleichterung für die Messung erwies sich übrigens ein Messgerät aus dem Jagdbedarf, was in einem Bereich bis ca. 400 Entfernungen auf einen Meter genau misst.
Des Weiteren war interessant, dass unter den Gegenwindbedingungen, die kleinen Lowriderringe mit den etwas größeren monofilen Schlagschnurknoten nicht so gut klar kamen. Es gab immer wieder Schnurstaus vor den Ringen, die zu Verwicklungen und so zu Abrissen führten.
Ich persönlich war erschrocken, wie negativ sich die lange Sommerpause auf meine Wurftechnik und Wurfweiten ausgewirkt hat. Ich werde bis zur Brandungsaison wohl wieder regelmäßig an der Havel üben gehen müssen.
Schöne Grüße an alle
Jan






